Interview Nicole Jährling
Im Jahr 2025 wurde die Geschäftsführung von Krell & Ritzi um Nicole Jährling erweitert. Für uns ein Anlass gemeinsam mit ihr auf das erste Jahr in neuer Position zurückzublicken.
Hallo Nicole. Einige unserer Kunden kennen dich ja noch nicht so richtig. Wir wollen bei Dir ein wenig hinter die Kulissen schauen. Schön, dass du dir ein bisschen Zeit nimmst.
Im Januar 2025 hat sich für dich beruflich mit dem Einstieg in die Geschäftsführung einiges verändert. Seit dem 01.03.2025 bist du schließlich auch geschäftsführende Gesellschafterin bei Krell & Ritzi.
Wie hast du die Veränderung von der leitenden Angestellten mit 10 Jahren Betriebszugehörigkeit zur Geschäftsführerin empfunden?
So groß war die Umstellung nicht. Begonnen habe ich vor 10 Jahren als Assistentin der Projektabteilung, dann wurde ich in die Projektleitung berufen und später in die stellvertretende Leitung der Projektabteilung. Mein nächster großer Schritt war dann, gemeinsam mit Herrn Glotzbach die Abteilung zu leiten. Ich habe also Schritt für Schritt immer mehr Verantwortung übernommen.
Im Tagesgeschäft ist eigentlich alles wie vorher, abgesehen von den Momenten, in denen man sich dann in die Rolle der Geschäftsführerin und/oder Gesellschafterin einfinden und unternehmerische Entscheidungen treffen muss. Das erfordert von mir stetes Umdenken und neue Formen der Gewöhnung – Entwicklungen, eine Art Herausforderung, die ich brauche und die für mich ebenso neu sind, wie die Planung kommender Geschäftsjahre.
Was waren die Beweggründe für dich, diesen Schritt zu gehen, was hat dich dazu motiviert?
Meine Beweggründe, mich für die Geschäftsführung zu interessieren, liegen vor allem in meinem Wunsch, aktiv mitzugestalten und mein eigenes Potenzial voll auszuschöpfen. Ich identifiziere mich stark mit Krell & Ritzi und habe Freude daran, Verantwortung zu übernehmen und Entwicklungen anzustoßen. Gleichzeitig reizt mich die Möglichkeit, noch mehr Einfluss auf die strategische Ausrichtung und die langfristige Unternehmensentwicklung zu nehmen. Hinzu kommt, dass wir in einer krisensicheren Branche tätig sind, ein Umfeld, in dem ich nachhaltig und mit Überzeugung wirken möchte.
Stichwort „Frauen in Führungspositionen“: Fällt dir dazu etwas ein?
Das Thema Frauen in Führungspositionen mag in anderen Unternehmen durchaus eine Rolle spielen. Bei Krell & Ritzi jedoch spielt weder Geschlecht noch Religionszugehörigkeit oder irgendein anderes persönliches Merkmal eine Bedeutung. Ich kann heute mit voller Überzeugung sagen, dass in meiner bisherigen Laufbahn ausschließlich meine Leistung gesehen, bewertet und gefördert wurde.
Die gesellschaftliche Diskussion hat sicher ihre Relevanz – jedoch nicht für meine persönliche Erfahrung bei Krell & Ritzi. Außerdem bin ich überzeugt, dass es Krell & Ritzi guttut, wenn neben Claudia Neuhaus eine weitere weibliche Führungsperspektive entsteht und wir gemeinsam noch mehr Frauenpower in die Unternehmensleitung bringen.
Gleichzeitig habe ich im privaten Umfeld einen starken Rückhalt: Meine Familie, insbesondere mein Mann, unterstützt mich in all meinen beruflichen Entwicklungen, und genau diese Stabilität ermöglicht es mir, mich mit voller Kraft den Aufgaben in der Geschäftsführung zu widmen.
Wie ist das damals eigentlich abgelaufen? Bist du auf die Geschäftsführung zugegangen oder ist man auf dich zugekommen?
Die Überlegung, mich perspektivisch in die Geschäftsführung einzubringen, war schon lange auf beiden Seiten latent vorhanden. Es war ein gemeinsamer Wunsch, jedoch einer, für dessen Realisierung viele Faktoren auf beiden Seiten in Einklang zu bringen waren. Genau dieser Zeitpunkt musste erst entstehen. Und irgendwann war er schließlich gekommen: Die Rahmenbedingungen passten, die Strukturen waren bereit und ich selbst hatte die notwendige persönliche wie fachliche Reife erreicht, um diesen Schritt bewusst und mit voller Überzeugung zu gehen.
Du hast als angestellte Abteilungsleitung viele Jahre gemeinsam mit Sascha Glotzbach eine gleichberechtigte und harmonische Doppelspitze gebildet. Ihr leitet die Abteilung unverändert gemeinsam. Dennoch bist du nun auch Mitglied der Geschäftsführung. Wie hat das euren Arbeitsalltag verändert?
Der „neue Arbeitsalltag“ war für mich zu keinem Zeitpunkt ein Problem, unabhängig davon, was auf einer Visitenkarte steht. Natürlich haben wir uns beide Gedanken gemacht, was eventuell schiefgehen könnte. Dank des großen gegenseitigen Vertrauens, der offenen Kommunikation untereinander und unserer klaren Absprachen, war dieses Thema jedoch schnell erledigt.
Sascha Glotzbach ist für unsere Agentur von unschätzbarem Wert. Ein absoluter Leistungsträger mit enormer Erfahrung. Ich freue mich sehr, mit ihm die gemeinsame Herausforderung anzugehen, unsere Agentur weiterzuentwickeln und nach vorne zu bringen. Wir sind ein gutes Team!
Zu Nicole Jährling:
Frau Jährling ist eine ausgebildete Steuerfachangestellte und verfügt über langjährige Erfahrung in leitenden Verwaltungs- und Organisationsaufgaben. Nach mehreren Jahren als Büroleiterin bei einer Versicherung wechselte sie zu Krell & Ritzi, wo sie zunächst die Stelle der Assistenz der Projektabteilung übernahm.
Durch ihr ausgeprägtes organisatorisches Talent, ihre strukturierte Arbeitsweise und ihre starke Teamorientierung entwickelte sie sich dort kontinuierlich weiter – über die Position der Projektleitung hin zur stellvertretenden Abteilungsleitung und schließlich bis in die Geschäftsführungsebene.
Privat ist Frau Jährling mit ganzem Herzen Familienmensch. Die Vereinbarkeit von Familie und beruflicher Verantwortung ist oft eine große Herausforderung, die sie dank der Unterstützung ihrer Familie erfolgreich meistert.